Kommandant informiert über die aktuelle Situation
Zu Gast beim monatlichen Stammtisch "60 Minuten Politik" der CSU Ainring war im Januar die Freiwillige Feuerwehr Ainring mit ihrem Kommandanten Martin Waldhutter, dem Feuerwehrvereinsvorsitzenden Franz Wimmer und Jugendleiter Florian Reiter. CSU-Chef Jörg Mader konnte zu diesem Stammtisch neben zahlreichen Mitgliedern und interessierten Zuhörern auch insgesamt sieben Gemeinderäte begrüßen, was die Aktualität des Themas verdeutlicht. Kommandant Martin Waldhutter informierte die Anwesenden darüber, welche Leistungen die Ainringer Feuerwehr für die Bürger im Jahr 2009 erbracht hat. Die 73 aktiven Feuerwehrler und die 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr hatten im letzten Jahr jeden 2./3. Tag einen Einsatz. Meistens war eine technische Hilfeleistung erforderlich. Jeder vierte Einsatz war ein Brandalarm. Die vom Gesetz verlangte 10-Minuten-Hilfsfrist vom Eingang des Notrufs bis zur Ankunft am Einsatzort konnte dabei immer eingehalten werden. Auch die für viele Feuerwehren problematische Tagesalarmstärke kann die Ainringer Feuerwehr gewährleisten, da genügend aktive Feuerwehrler tagsüber in der Gemeinde arbeiten. Kommandant Waldhutter dankte allen Arbeitgebern, die für die Einsätze Verständnis haben: "Wenn mit der Alarmierung plötzlich alles fallengelassen werden muss, dann ist das auch für die Arbeitgeber und Arbeitskollegen oft nicht einfach." Um für die Bürger jederzeit einsatzbereit zu sein, müssen die aktiven Feuerwehrler regelmäßig Übungen abhalten. Für die 43 Ainringer Atemschutzgeräteträger sind mindestens drei Atemschutzübungen im Jahr vorgeschrieben. Alle Geräte und Schläuche sind nach jedem Einsatz zu prüfen. Dabei haben sich die Vorschriften in den letzten Jahren erheblich verschärft. Über 10.000 Stunden haben die Mitglieder der Feuerwehr im letzten Jahr mit Übungen, Ausbildung und Arbeitsleitungen freiwillig und ehrenamtlich im Dienste der Bürger erbracht. Auf Nachfrage der CSU-Mitglieder machten sowohl Kommandant Waldhutter als auch der Feuerwehrvereinsvorsitzende Franz Wimmer erneut auf die Situation im Feuerwehrgerätehaus Ainring aufmerksam. "Wir haben das mit Abstand schlechteste Feuerwehrhaus im ganzen Landkreis", so Waldhutter. Der Bau stammt aus dem Jahre 1965 und sei in jeder Beziehung zu klein. Damals hatte die Gemeinde deutlich weniger Einwohner und die Anforderungen an die Feuerwehr waren geringer. Heute platzt das Haus samt dem 1990 angefügten Querbau auf der Rückseite aus allen Nähten. Um das Rettungsboot herauszuholen, müssten zuerst zwei andere Fahrzeuge hinausgefahren werden. Es gibt kaum Platz für die persönliche Ausrüstung der Feuerwehrler, die Sanitärräume sind winzig, Duschen und Toiletten für die weiblichen Mitglieder der Feuerwehr fehlen komplett. Die modernen Löschfahrzeuge müssen zentimetergenau eingeparkt werden, damit die Tore überhaupt geschlossen werden können. Die Parkplatzsituation ist unzureichend. "Bei der Alarmierung geht es um jede Sekunde. Wenn 20 oder 30 Autos innerhalb kürzester Zeit zum Feuerwehrhaus fahren, dann dürfen die nicht erst lange auf Parkplatzsuche gehen", so Waldhutter. Die Mitglieder der Feuerwehr zeigten sich erleichtert, dass sich die Gemeinde nun schon länger intensiv mit der Thematik "Feuerwehrgerätehaus" beschäftigt und sich eine praktikable Lösung abzeichnet. Schließlich würden die vom Gemeindeunfallversicherungsverband definierten Sicherheitsanforderungen derzeit nur unzureichend eingehalten. Als öffentlich-rechtliche Einrichtung der Gemeinde Ainring mit dem Bürgermeister als obersten Dienstherren diene die Feuerwehr dem Schutz aller Bürger. Diese Aufgabe wolle sie so gut wie möglich erfüllen, so Feuerwehrkommandant Martin Waldhutter. Ainrings CSU-Vorsitzender Jörg Mader versprach der Feuerwehr und ihren Mitgliedern daher auch die volle Unterstützung seiner Partei in der öffentlichen Diskussion und im Gemeinderat.
Text: Jörg Mader, CSU
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