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Dachstuhlbrand eines Zweifamilienhauses
Alarmierung: 08.01.2010, 20:59 Uhr

Kurz vor 21 Uhr bemerkten die Bewohner eines Zweifamilienhauses in Mitterfelden Feuer im Dachgeschoss. Daraufhin wurde sofort Alarmstufe 3 für die Feuerwehren Ainring und Freilassing ausgelöst. Gleichzeitig wurde die UG-OEL aus Bad Reichenhall, der Rettungsdienst des BRK und ein Fachberater des THW BGL alarmiert.  Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits eine sehr starke Rauchentwicklung aus dem Dachgeschoss einer Haushälfte zu sehen, die Bewohner des Hauses hatten das Haus bereits unverletzt verlassen können. Sofort wurde die Brandbekämpfung durch einen Trupp unter schwerem Atemschutz über den Hauseingang und gleichzeitig durch einen weiteren Trupp mittels Steckleiter über das Fenster der Giebelwand vorgenommen. Durch die sehr starke Rauchentwicklung war anzunehmen, dass es in wenigen Augenblicken zu einer Rauchgasdurchzündung kommen könnte, was jedoch durch massive Rauchgaskühlung der ersten beiden Trupps verhindert werden konnte. Die Drehleitern aus Ainring und Freilassing bekämpften den inzwischen offen Dachstuhlbrand jeweils von der Nord bzw. Südseite mit je einem Rohr. Da es absehbar war, dass dieser Einsatz einen größeren Bedarf von Atemschutzgerätegrägern mit sich bringt, wurde die Feuerwehr Piding zur Unterstützung angefordert. Zur Koordinierung der Atemschutztrupps und zur Logistik der Atemschutzgeräte wurde von der Feuerwehr Freilassing eine Atemschutzsammelstelle mit einem beheizten Zelt eingerichtet. Zur Absicherung der Einsatzkräfte wurden die SEGen Ainring und Freilassing alarmiert. Diese sorgten später auch für warme Getränke und warmes Essen. Von den Einsatzkräften wurden zwei Überdrucklüfter vor den zwei Hauseingängen eingesetzt. Ein Übergreifen des Feuers auf die zweite Haushälfte konnte verhindert werden, das betroffene Dachgeschoss brannte jedoch komplett aus. Da das Dachgeschoss sehr eng und verwinkelt gebaut und nur eine Fehlbodendecke vorhanden war, konnte man die Brandbekämpfung im Innenangriff nur mit äußerster Vorsicht durchführen, dadurch kam man auch nicht an alle Brandnester. Nicht zuletzt deswegen wurde fast das gesamte Dach abgedeckt, zum Teil die Dachhaut geöffnet und nach Abschluss der Löschmaßnahmen provisorisch mit Planen wieder zugedeckt. Das THW leuchtete die Brandstelle großflächig aus und stützte die vom Brand betroffenen Bereiche ab. Insgesamt waren zur Brandbekämpfung drei C-Rohre und ein D-Rohr im Einsatz. Welch große Hitze im Dachgeschoss herrschte zeigten im Anschluss die Atemschutzgeräte und Masken des ersten Trupps im Innenangriff, diese wurden durch die thermische Belastung so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass vor der nächsten Verwendung Teile ausgetauscht und eine Grundüberholung beim Hersteller nötig sind. Nach sechs Stunden konnten die Einsatzkräfte die Brandstelle dem Besitzer übergeben. Die Polizei war mit einer Streife und dem Kriminaldauerdienst vor Ort und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Im Einsatz: ELW 1, LF 16/12, DLK 18-12, TLF 16/25, LF 10/6, MTW

Video des Einsatzes

Format: MPG
Dateigröße: 9,7 MB
Länge: 2:09 Minuten


    
 

Kalender

  • 29.09.2010 um 13:00
    Ausbildungstag Brandermittler BPFI
  • 22.09.2010 um 19:30
    Feuerlöscherausbildung mit Wasserwacht

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