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90 Jugendliche beim 6. Kreisjugendfeuerwehrtag

Welch großes Interesse dem 6. Kreisjugendfeuerwehrtag in Ainring entgegengebracht wurde, zeigte nicht nur die Anwesenheit von aktuellen und ehemaligen Verantwortlichen aus der Kreisbrandinspektion Berchtesgadener Land, dem Technischen Hilfswerk und der Kreisverkehrswacht sondern auch von prominenten Ehrengästen der politischen Bühne. Gastgeber und Ausrichter dieser „Feuerwehrolympiade" war die Jugendfeuerwehr Ainring, die hierzu rund 35 Helfer aus den Reihen der FFW Ainring für eine reibungslose Abwicklung aufbot. 90 Jugendliche aus 13 Feuerwehren des Landkreises, die insgesamt 17 Gruppen (pro Gruppe fünf Personen plus Betreuer) aufboten, zudem eine weitere Staffel vom THW stellten sich den Aufgaben unter dem Slogan „Die härteste Olympiade seit 1972".

Als allgemeiner Treffpunkt, für Ansprachen, Start, Ziel, Geräteschau, Verpflegungsstation, Bühne für die Freilassinger Musikband „Gravel Pit" und abschließender Siegerehrung diente als idealer Standort der mit Feuerwehrfahrzeugen und -fahnen „dekorierte" Parkplatz des Erlebnisbades Ainring. Bei idealen äußeren Bedingungen eröffneten Kreisjugendfeuerwehrwart Alois Berger und der Leiter der Ainringer Jugendfeuerwehr Florian Reiter die Veranstaltung mit den Begrüßungen und dem Hinweis, dass der Jugendfeuerwehrtag auf Kreisebene alle zwei Jahre durchgeführt werde, zuletzt in Markt Schellenberg stattgefunden habe.

Landrat Georg Grabner fand sowohl lobende Worte an die Jugendlichen für zahlreiche Teilnahme und Engagement an diesem Event, wie auch für den Ainringer Gastgeber, vorweg dankend für die Ausrichtung und Organisation. Der Landrat wünschte einen interessanten Tag, viel Erfolg und Freude und rief den Jugendlichen zu: „Bleibt der Feuerwehr treu, ihr seid die künftigen Einsatzkräfte, wir brauchen Euch." Bürgermeister Hans Eschlberger drückte seine Freude aus, dass die Gemeinde Ainring die Ehre habe, für einige spannende Stunden quasi „Olympiaort" zu sein. Auch er betonte, „ihr seid die Zukunft der Feuerwehren in unserem Landkreis". Da die zu bewältigenden Aufgaben in sieben Stationen auf einem Rundkurs von zirka fünf Kilometer größtenteils im Ainringer Moos aufgebaut waren, erklärte er einige Natur-Besonderheiten in diesem weitläufigem Niedermoor. Als Sonderpreis versprach Eschlberger für die ersten drei platzierten Gruppen zu gegebener Zeit jeweils eine Fahrt mit der Moor-Bockerlbahn und im gemütlichen Rahmen eine gute Brotzeit. Die mit heißen Rhythmen aufspielende Band unter ihrem Frontsänger Lukas Maushammer erhielt vom Ainringer Bürgermeister die Note 1 als „beste Band im Landkreis".

Bevor die Teams im Zwei-Minuten-Takt auf die markierte Strecke geschickt wurden, erläuterte Alois Berger noch einige technische Details zum Ablauf, zur Bewertung in Punkte und empfahl bei Wartezeiten bis zum Start und vor der Siegerehrung den Besuch im Zelt der Kreisverkehrswacht, denn dort bestand unter Leitung von Peter Starnecker und weiterer Mithelfer die Möglichkeit sowohl an Pkw- und Motorrad-Simulator wie am Reaktionstestgerät Konzentration, Reaktion und die etwaige Fehlerqoute zu überprüfen. Im Auftrage der Kreisverkehrswacht waren die THW-Ausbilder Günter Rauscher und Andi Becker zugegen, die anhand von Theorie und praxisbezogenen Beispielen mit einem THW-Fahrzeug den sogenannten „Toter Winkel" erläuterten und vorführten. Unter die Lupe genommen werden konnte zudem das nagelneue HLF 20/16 der Surheimer Feuerwehr.

Für ihre Aufgaben im Ainringer Moor bekamen die Gruppen jeweils einen Lageplan als zusätzliche Orientierungshilfe mit. In der Folge durchliefen die Gruppen folgende Stationen: 1. Leinenbeutel werfen auf sechs Meter Entfernung, 2. Beantwortung von Fragen zur Natur (Pflanzen und Tierwelt), 3. 90-m-Schlauchleitung für C-Rohr kuppeln, 4. Simulierter Unfall mit der Bockerlbahn, Bergen eines Verletzten (Sandpuppe) mit Wegziehen der Zuglok, 5. Saugschlauch kuppeln, 6. Wissenstest zu Anzahl von fünf richtigen Leinenknoten, 7. und letzte Station: Fragen zum Landkreis, beispielsweise mussten mindestens fünf Seen und drei Gebirge und die exakte Zahl der im Landkreis BGL beheimateten Gemeinden genannt werden.

Der Wettbewerb zog sich doch etwas länger als geplant hin, doch nach schneller Auswertung und zwischenzeitlicher Ausgabe von freier Verpflegung und Getränke konnte Kreisjugendleiter Alois Berger das restliche Programm einleiten, zunächst mit dem Dank an alle Jugendlichen für das leistungsbereite Mitmachen und den Teamgeist, der besonders wichtig war bei dieser Feuerwehrolympiade. Kreisbrandrat Rudi Zeif überbrachte die Grüße der Kreisbrandinspektion, hob das Zusammengehörigkeitsgefühl bei der Aufgabenbewältigung hervor und sprach den Anwärtern der FFW-Aktiven, aber auch dem THW mit seinen jungen Kräften uneingeschränkte Anerkennung aus. Auch Bürgermeister Hans Eschlberger, der sämtliche Stationen zeitintensiv einen Besuch abgestattet hatte, gratulierte den jungen Leuten im Zeichen der ehrenamtlichen Hilfsorganisationen. „Wir sind stolz, dass wir Euch haben", rief er aus.

Die anschließende Preisverteilung – für jede Gruppe gab`s reichhaltige Brotzeitteller und Urkunde – übernahmen Florian Reiter, Alois Berger, Rudi Zeif und Hans Eschlberger. Als Sieger ging Teisendorf hervor, gefolgt von Surheim und Freilassing. Die weiteren Platzierungen: 4. Schneizlreuth, 5. Weildorf, 6. Teisendorf II, 7. Bayerisch Gmain (gemischte Gruppe), 8. jeweils Anger II, Ainring II und Aufham, 11. Bad Reichenhall, 12. Ainring, 13. Saaldorf und THW, 15. Markt Schellenberg, 16. Laufen und Bad Reichenhall II, 18. Anger.



 
 

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