Waldbrandausbildung Waldbrände mit großem Schadensausmaß gehören schon fast zu täglichen Pressemittelungen in Funk und Fernsehen. Darum gilt es auch für die Feuerwehr sich auf dementsprechende Schadensereignisse vorzubereiten. In der Feuerwehr Ainring bereitet man sich jährlich in einem Ausbildungsblock auf Flur, Flächen und Waldbrände vor. Hierbei gilt es für den Einsatzbereich der Ainringer Feuerwehr unterschiedliche Brandszenarien zu beherrschen. Zum einen den Waldbrand im Hochwald auch an steilen und schwer zugänglichen Stellen und zum anderen den Flächenbrand vor allem in der Moor- und Renaturierungsfläche. Hier stellt sich für die Feuerwehr das Problem, dass die Moorgebiete mit den Löschfahrzeugen nicht erreicht werden können. So wurde im Rahmen der Ausbildung zum einen die Brandbekämpfung mit Löschrucksäcken, weiters mit kleinen tragbaren Pumpen und dementsprechendem Schlauchmaterial mit der Wasserentnahme auf kleine Gewässern im Moorbereich ausgebildet, zum anderen eine Löschtaktik mit einem Pendelverkehr bei dem Löschwasser mittels der Löschfahrzeuge von Hydranten an die Einsatzstelle transportiert wird und dort in einen Faltbehälter gefüllt wird. Aus diesem Behälter wird das Löschwasser dann mit Schlauchmaterial an die Brandstelle gefördert. Auch die richtige Logistik und Taktik sowie die Kommunikationswege spielen bei einem Wald- und Flächenbrand eine entscheidende Rolle und bedürfen einer Ausbildung und Überprüfung im Rahmen von Übungen.
Zu Abschluss der Ausbildung wurde zusammen mit den Kameraden der Feuerwehr Freilassing ein Waldbrand am Högl im Rahmen einer Einsatzübung geprobt. Der Übungsleiter Zugführer Thomas Schlosser bereitete eine Übug mit einem Waldbrand zwischen den Ortschaften Ulrichshögl – Hofer vor. Die Kräfte aus Ainring fuhren über eine Forststraße in die Nähe des Brandortes der dann über eine ca. 200 mtr. lange Schlauchleitung in steilem Gelände erreicht wurde. Nun galt es mit dem mitgeführten Löschwasser so zu haushalten, um den Brand einzudämmen und eine Ausbreitung zu verhindern, bis die Kräfte der Feuerwehr Freilassing eine Versorgungsleitung aus einem etwa 800 mtr. entfernten Weiher verlegt hatten, dabei musste ein Höhenunterschied von 70 mtr. überwunden werden. In weniger als 25 Minuten konnte diese Leitung verlegt werden und die Brandbekämpfung konnte Unterbrechungsfrei fortgesetzt werden.
|