So nahm am 1. Juni 1987 unter dem heutigen Kommandanten Martin Waldhutter jun. die Jugendfeuerwehr Ainring ihre Arbeit auf. Das 20-jährige Jubiläum war nun ein Grund zu einer Feuer, beginnend mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche Ainring den Pfarrer Hans-Hermann Holm-elin zelebrierte. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte der Jugendchor Ainring. Ein gemütliches Beisammensein beim Feuerwehrhaus in Ainring schloss sich an.
Voran mit der Fahnenabordnung begaben sich die in ihren blauen Ausgehuniformen bekleideten Jung- und Aktiv-Feuerwehrler geschlossen zur Pfarrkirche. Pfarrer Hans-Hermann Holm-elin begrüßte die Wehr- und Pfarrangehörigen. Unter der Leitung von Kathrin Hofhans gab der Ainringer Jungendchor die beeindruckende Begleitung des Gottesdienstes, aus dem Kreis der Chormitglieder auch musikalisch imposant untermalt durch Monika Kroiß (Querflöte), Angelika Wiesbacher, Wolfgang Kerschl (beide Klarinette), Verena Hogger (Bariton), Christina Burk (Horn) und Sonja Moka (Girarre). Martin Eschlberger, 1. Jugendwart der Jugendfeuerwehr Ainring, wies darauf hin, Ziel der Jugendorganisation sei es Jugendliche zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr für den Feuerwehrdienst auszubilden und ihnen die nötigen Handgriffe und Fertigkeiten zu vermitteln, aber auch in Verbindung einer sinnvollen Freizeitgestaltung, vor allem die Begeisterung für Hilfe am Mitbürger zu wecken. "Seit der Gründung der Jugendfeuerwehr stellt dies die wichtigste Säule in der Nachwuchssicherung dar", betonte Martin Eschlberger. Seit der Gründung haben über 120 Buben und Mädchen bei der Jugendfeuerwehr mitgemacht. Auch wenn die Interessen gerade im Jugendalter rasch wechseln, seien viele ihrer Wehr treu geblieben. Eschlberger konnte dies zahlenmäßig verdeutlichen, denn mehr als 70 Prozent der aktiven Wehrmänner stammen aus den Reihen der Jungendfeuerwehr. Ebenso werden mittlerweile wichtige Positionen in der Führung, bei den Fachbereichsleitern und Ausbildern von den "Ehemaligen" der Jugendfeuerwehr besetzt. Im Laufe der Jahre hatte die JFW Ainring unzählige Übungen abgehalten und an Ausbildungsveranstaltungen teilgenommen. Jedes Mitglied werde bis zum Truppmann ausgebildet. Nach der Ausbildung in der Jugendfeuerwehr könne dann mit dem Erreichen der Altersgrenze unverzüglich der Einsatzdienst in der Feuerwehr begonnen werden. Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, dürfen zum Teil bei Einätzen außerhalb des Gefahrenbereiches Einsatzluft schnuppern. Dazu kommen noch zahlreiche Sonderaktivitäten, wie beispielsweise der Berufsfeuerwehrtag mit anderen Hilfsorganisationen. "Alle Jugendfeuerwehranwärter(innen) legten bei uns die bayerische Jugenddienstleistungsspanne ab, ebenso die Teilnahme an Wissenstests der bayerischen und österreichischen Feuerwehren sowie die Prüfung der deutschen Jungendleistungsspange. Bei verschiedenen Wettbewerben in Bayern und im Bundesland Salzburg konnte mit viel Erfolg teilgenommen werden", verkündete der Jugendwart stolz. Jede Ausbildung und die Wettbewerbe würden das Können der Jugendlichen fördern, denn dies sei für den späteren Einsatzdienst notwendig. Aber nicht nur Übungen und Ausbildung gehören zur Jugendfeuerwehr, sondern auch Freizeitaktivitäten wie Zeltlager, Ausflüge, Grillfeiern, Wochenenden auf einer Berghütte und mehr. Im Jahr 1999 habe ein Unglücksfall die Jugendfeuerwehr Ainring überschattet, als Christian Schwaiger im Alter von 16 Jahren durch einen Badeunfall ums Leben kam. Im Laufe der Jahre wurden die Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 18 Jahren von folgenden Jugendwarten betreut: 1987 bis 1995 Martin Waldhutter jun. 1995 bis 1999 Thomas Döring, 1999 bis 2002 Andreas Reiter, 2003 bis 2006 Thomas Döring, seit 2006 Martin Eschlberger mit Hilfe von Andreas Mühlbacher (2. Jugendwart), Christine Burk und Roman Kufner. Hingewiesen wurde darauf, dass es seit 2006 in Thundorf eine Jugendgruppe unter der Leitung von Florian Reiter und Franz Wimmer jun. gebe. Bürgermeister Hans Eschlberger verdeutlichte, dass zwei Jahrzehnte verantwortungsbewusste Arbeit mit und von Jugendlichen auch 20 Jahre Hilfsbereitschaft für Menschen in Not und 20 Jahre Dienst in der Gesellschaft bedeuten. "Jeder von Euch, liebe Jugendfeuerwehrler, kann stolz sein, zu dieser Gemeinschaft zu gehören, Ihr seid eine starke Truppe und wir sind stolz auf Euch". Bei der späteren Einkehr am Feuerwehrhaus überreichte das Gemeindeoberhaupt einen Geldbetrag als Anerkennung und Lob zur Verwendung in der JFW Ainring an die Jugendwarte Martin Eschlberger und Andreas Mühlbacher.