Bei einem Großbrand im Mitterfeldener Industriegebiet sind am frühen Samstagmorgen mindestens 3 Millionen Mark Schaden enstanden. Durch das Verbrennen mehrerer Tonnen PVC-Folie bildeten sich giftige Dämpfe, die sich in Form einer großen Rauchwolke ausbreiteten. Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Rauchvergiftungen. Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk waren im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Der Brand war aus unbekannter Ursache in einem Schuppen der Firma ausgebrochen. Bis die Feuerwehren aus Ainring, Freilassing, Piding und Teisendorf mit 120 Mann am Einsatzort eintrafen, stand das Gebäude bereits lichterloh in Flammen. Durch die enorme Hitzeentwicklung zerbarsten die Eternitplatten des Daches der Produktionshalle. Das laute Krachen lockte leider zahlreiche Schaulustige an den Unglücksort. Beim Eintreffen der Ainringer Wehr bot sich folgende Lage: Die Produktionshalle stand komplett in Flammen, das Bürogebäude und eine angrenzende Lagerhalle waren noch nicht vom Feuer erfaßt. Über die Ainringer Drehleiter wurde ein Wenderohr zur Abschirmung vorgenommen. Durch die Plastikartikel und die dadurch entstandene enorme Rauchentwicklung war der Einsatz von zahlreichen Atemschutzträgern erforderlich. Deshalb wurden die Feuerwehren aus Piding und Teisendorf mit Geräteträgern nachalarmiert. Ebenso wurden durch die Feuerwehr Rundfunkdurchsagen veranlaßt, um die Bevölkerung aufzufordern, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da nicht ausgeschlossen werden konnte, das sich giftige Gase bildeten. Messungen ergaben aber, das für die Bevölkerung keine Gefahr bestand. Das THW übernahm Lautsprecherdurchsagen in den betroffenen Ortschaften und stellte die Räumlichkeiten für die Atemschutzsammelstelle zur Verfügung. Große Mengen Schaummittel waren erforderlich, um den brennenden Kunststoff komplett abzulöschen. Gegen 7 Uhr war das Feuer gelöscht und es konnte Entwarnung für die Bevölkerung gegeben werden. Eingesetzt waren 9 C-Rohre, 2 B-Rohre, 6 Schaumrohre, 1 Wasserwerfer und 2 Wenderohre über Drehleiter. Nahezu 700 Liter Schaummittel wurden verbraucht. Nach Ende der Ermittlungen der Kriminalpolizei wurde Brandstiftung als Brandursache festgestellt.