Ein Großbrand in einem holzverarbeitenden Betrieb in Hammerau zerstörte eine ca. 60x10 Meter große Lagerhalle. Lichterloh schlugen die Flammen beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus der Halle. Neben dem Riegelwerk, einem holverarbeitenden Betrieb, befanden sich auch eine Zinngiesserei und ein kunststoffverarbeitender Betrieb in der Halle. Besonders im nördlichen Teil befanden sich Gasflaschen und gefährliche Stoffe wie zum Beispiel Kunststoffverdünner, 4 Tonnen PVC-Folien und Polysterol. Messungen ergaben jedoch zu keiner Gefahr für die Bevölkerung. Ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude konnte gerade noch durch einen massiven Löscheinsatz verhindert werden. Mehrere B-Leitungen über lange Schlauchstrecken sorgten für die Wasserversorgung (die Wasserversorgung ist relativ schlecht, es mußten einige Leitungen über mehrere 100 Meter verlegt werden). Zahlreiche B- und C-Rohre sowie 2 Wenderohre über Drehleitern und Monitore kamen zum Einsatz. Zum Ablöschen des PVC´s wurden Schaumrohre vorgenommen, insgesamt wurden nahezu 1000 Liter Schaummittel eingesetzt. Nach 3 Stunden war der Brand in der Halle gelöscht. Lediglich in einem Sägespänebunker brannte es noch. Ein Kran wurde angefordert, der das Dach des Bunkers herunterhob. Mittels eines Wendestrahlrohres über eine Drehleiter wurde auch dieser Brand abgelöscht. Ein Bagger riß anschließend den Bunker, die Außenmauern und das Dach des Gebäudes ein. Neben den Feuerwehren kam auch das BRK zur Vorsorge und das THW zur Ausleuchtung, zur Verpflegung und mit dem Kran zum Einsatz. Knapp 200 Einsatzkräfte mit 30 Fahrzeugen waren eingesetzt. Die Feuerwehren Ainring war bis in die späten Abendstunden zum Ablöschen von Glutnestern im Einsatz. Letzte Brandnester wurden noch am Samstagvormittag abgelöscht. Der Sachschaden beträgt laut Geschäftsführer Riegel 2 - 2,5 Millionen Mark, die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt.