Nach einer Mitteilung des Towers des Flughafen Salzburg war eine einmotorige 4-sitzige Cessna plötzlich, in der Gegend der Ortschaft Surheim bzw. der Salzachauen, vom Radar verschwunden. Sofort wurden die zuständigen Behörden auf bayerischer Seite verständigt. Die PI Laufen alarmierte um kurz vor 23 Uhr die FF Laufen, kurz darauf folgte von der PI Freilassing die Alarmierung der Wehren Saaldorf, Surheim und Freilassing. Nach Rücksprache mit dem Tower des Airports Wolfgang Amadeus Mozart kam die Information, daß der Pilot einen letzten Funkspruch absetzte, in dem er eine Notwasserung auf der Salzach auf Höhe der Ortschaft Laufen versuchen muß. Die einmotorige Cessna war kurz vorher von Salzburg in Richtung Berlin gestartet. Bereits kurze Zeit später hatte der Pilot Probleme mit seinem Motor und wollte umkehren. Dies schaffte er jedoch nicht mehr. Von der Feuerwehreinsatzleitung wurde sofort die Alarmierung weiterer Boote veranlaßt, die Nachalarmierungsstelle Freilassing verständigte um 23.06 Uhr die Feuerwehr Ainring und das THW, Ortsverband Berchtesgadener Land. Kurz darauf wurden auch die Feuerwehren Piding und Bad Reichenhall (die Orte liegen weiter flußaufwärts) alarmiert. Bereits gegen 23.25 Uhr konnte aber Entwarnung für die Einsatzkräfte gegeben werden. Die vier Insassen der Maschine (die Männer waren zwischen 32 und 58 Jahren alt) wurden am Ufer der Salzach fast unverletzt gefunden. Drei von ihnen auf bayerischer, die vierte Person auf österreichischer Seite. Sie waren nach der Notwasserung aus der Maschine gestiegen und ans Ufer geschwommen. Mit Unterkühlung, Prellungen und unter Schock wurden sie ins Krankenhaus gebracht. Die Cessna wurde nur 15 Minuten später vom Boot der Feuerwehr Ainring in der Flußmitte auf Höhe des Flußkilometers 53 gefunden. Nur das Heck ragte noch heraus. Das Flugzeug wurde gegen das Mitreißen in der zur Zeit Hochwasser führenden Salzach gesichert. Eine Bergung der Maschine wurde auf den nächsten Tag verschoben. Hierzu wurde ein Spezialhubschrauber aus der Schweiz angefordert. Ursprünglich wurde das Gewicht des Flugzeugs auf zwei Tonnen geschätzt. Da es aber mit Wasser vollgelaufen war, mußte der Spezialhubschrauber angefordert werden. Laut Aussagen der österreichischen Bergefirma steht ein derartiges Gerät in Österreich nicht zur Verfügung. Am Nachmittag des 09. August wurde die Maschine dann aus dem Wasser gehoben und auf eine nahegelegene Wiese transportiert. Von dort wird sie zur Untersuchung nach Berlin transportiert.
Im Einsatz: ELF mit Boot, LF 8, TLF 16/25, FF Laufen, FF Saaldorf-Surheim, FF Freilassing, FF Fridolfing, FF Piding, FF Bad Reichenhall, THW, OV B´gadener Land, Polizeikräfte, verschiedene österreichische Feuerwehren und die Gendarmerie