Beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Niederstraß (Gemeinde Ainring) wurde ein Stallgebäude ein Raub der Flammen, das Wohnhaus konnte von den Einsatzkräften gerade noch gerettet werden. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten eine Rauchvergiftung. Gegen 17.53 Uhr am frühen Montagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Ainring zum Brand eines Stalles alarmiert. Auf der Anfahrt war starke Rauchentwicklung erkennbar, die Flammen schlugen bereits aus dem Dach des Stalles. Das Feuer drohte auf das Wohnhaus und einen Flachstall überzugreifen. Sofort wurde die Nachalarmierung weiterer Feuerwehrkräfte veranlasst, da auch die Wasserversorgung über eine kilometerlange Schlauchleitung aus der Sur sichergestellt werden musste. Die bereits eingetroffenen Beamten der Polizeiinspektion Freilassing brachten eine behinderte Frau aus dem Wohnhaus in Sicherheit, die anschliessend vom Roten Kreuz betreut wurde. Die Kräfte der Feuerwehren nahmen sofort mehrere Rohre im Innen- und Außenangriff vor, darunter auch zwei Wenderohre über die Drehleitern aus Ainring und Teisendorf, um ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. Dies gelang letztendlich auch. Der Brand konnte auf das vorgefundene Maß begrenzt werden. Die Kühe, die sich im Erdgeschoß des Stalles, in dem Stroh und Heu gelagert waren, befanden, konnten ungefährdet darin belassen werden, da dieser Teil des Stalles durch eine Betondecke vom Brandort abgeschirmt war. Lediglich der Rauch stellte eine Gefahr dar, mit einem Überdrucklüfter wurde der Viehstall aber belüftet und vom Rauch befreit. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann eine Rauchgasvergiftung und musste stationär im Krankenhaus Freilassing behandelt werden. Wegen der Schlauchleitung, die unter anderem auch über die Bundesstraße B 304 verlegt werden musste, wurde die Bundesstraße zeitweise total gesperrt. Nach knapp einer Stunde war der Brand soweit unter Kontrolle, dass die ersten Kräfte die Einsatzstelle verlassen konnten. Speziell das Heu und das Stroh war schwer abzulöschen, so dass eine Löschlanze zum Einsatz kam. Die Feuerwehr Ainring stellte noch bis Dienstagfrüh eine Brandwache bis der Stall dann abgerissen wird. Bereits vor 11 Jahren wurde ein anderer Stall des gleichen landwirtschaftlichen Anwesens durch einen Großbrand, ausgelöst damals durch einen technischen Defekt, zerstört. Neben den eingesetzten Feuerwehren Ainring, Freilassing, Teisendorf, Weildorf, Oberteisendorf, Saaldorf und Surheim mit 100 Kräften war auch das Rote Kreuz und die Polizei vor Ort. Als Brandursache konnte eindeutig ein Blitzschlag festgestellt werden.